Freitag, 10. Juli 2009

Mammute in Südspanien














Mammutkiefer aus Südspanien. Foto: Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main

Weimar (fossilien-welt) – Auf der Suche nach pflanzlicher Nahrung sind Mammute (Mammuthus primigenius) im Eiszeitalter (Pleistozän) bis weit in den Süden Europas gewandert. Klimaveränderungen machten es möglich, dass diese Rüsseltiere in der letzten Eiszeit des Pleistozäns vor etwa 30.000 bis 40.000 Jahren auch in Südspanien existieren konnten.

Dies fand eine internationale Forschergruppe heraus, welche fossile Reste von vier Mammutbullen aus dieser Region untersucht hat. Das teilt das Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main mit. Die Skelettfunde der vier Mammutbullen wurden in einem Moor auf dem 37. Breitengrad bei Padul in Granada entdeckt. Sie gelten als die südlichsten Mammutfunde in Europa.

Ralf-Dietrich Kahlke, Leiter der Forschungsstation für Quartärpaläonotologie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Weimar, sagt hierzu, dies sei ein Beleg für globale Mechanismen, die das Klima schon während des Eiszeitalters regulierten und damit auch die Vegetation so beeinflusst haben, dass die Mammute weit im Süden einen reich gedeckten Tisch vorfanden.

In anatomischer Hinsicht hätten sich die Mammute in Südspanien nicht von ihren Artgenossen in nördlicheren Regionen unterschieden, meint Dick Mol, niederländischer Experte für Säugetiere des Eiszeitalters aus Hoofddorp und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums Rotterdam. Mol ist vor allem ein Fachmann für Mammute.

Mammute existierten im Eiszeitalter etwa vor 250.000 bis 12.000 Jahren in Europa, aber auch in Asien, Amerika und Afrika. Sie sind durch ein dichtes Fell mit bis zu 35 Zentimeter langen Wollhaaren und darüber liegenden Deckhaaren gut gegen Kälte geschützt gewesen. Außerdem hatten sie eine 3 Zentimeter dicke Haut und eine dicke Fettschicht. Ihre Stoßzähne waren bis zu 4 Meter lang und wogen pro Exemplar drei Zentner. Damit konnten sie Schnee wegschaufeln, um an die darunter befindliche pflanzliche Nahrung zu gelangen. Über das Aussehen der Mammute weiß man gut Bescheid, weil in Sibirien und Alaska insgesamt mehr als 40 Kadaver im Dauerfrostboden geborgen wurden.

Die in der Politik und in der Wirtschaft oft gebräuchlichen Begriffe Mammutprogramm, Mammutsitzung oder Mammutehe im Sinne von etwas besonders Großem sind völlig fehl am Platz. Denn das eiszeitliche Mammut war in Wirklichkeit nicht das größte Rüsseltier, sondern mit einer Schulterhöhebis zu etwa 3 Metern kleiner als ein heutiger Afrikanischer Elefant. Darauf weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch "Rekorde der Urzeit" hin.

Die größten Elefanten sind – laut Probst – die Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) und Steppenelefanten (Mammuthus trogonterii) im Eiszeitalter gewesen, die eine Schulterhöhe von ungefähr 4,50 Metern erreichten. Er glaubt aber nicht, dass statt Mammutprogramm und Mammutsitzung künftig Waldelefanten- oder Steppenelefantensitzung gesagt werden wird.

Das Taschenbuch "Rekorde der Urzeit" präsentiert zahlreiche Rekorde aus der Erdgeschichte, Pflanzenwelt, Tierwelt und Menschheitsgeschichte. Ernst Probst schrieb auch die Bücher "Deutschland in der Urzeit", "Deutschland in der Steinzeit", „Deutschland in der Bronzezeit“, "Monstern auf der Spur" (Drachen, Riesen, Einhörner), "Nessie. Das Monsterbuch", „Rekorde der Urmenschen“, „Der Ur-Rhein“, „Höhlenlöwen“ und „Säbelzahnkatzen“.

Bestellungen des Taschenbuches „Rekorde der Urzeit“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7434624/ernst_probst_rekorde_der_urzeit_3638943275.html

Dienstag, 23. Juni 2009

Viele Fundorte von Säbelzahnkatzen in Rheinland-Pfalz

Wiesbaden (fossilien-welt) – Die meisten Fundorte von prähistorischen Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt) in Deutschland liegen in Rheinland-Pfalz. Von dort kennt man bisher sechs Fundorte solcher Raubkatzen. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Ihm zufolge könnte man das „Land der Rüben und Reben“, wie Rheinland-Pfalz scherzhaft genannt wird, getrost als „Land der Säbelzahntiger“ bezeichnen.

Baden-Württemberg kann mit vier Fundorten von Säbelzahnkatzen aufwarten, Thüringen mit drei Fundorten, Bayern und Hessen mit je einem Fundort. Wiesbaden ist die einzige deutsche Großstadt mit Säbelzahnkatzenfunden. Auf dem Gebiet der hessischen Landeshauptstadt liegt die berühmte Fundstelle Mosbach-Sande, die nach einem ehemaligen Dorf zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt ist. Dort entdeckte man zahlreiche Tiere wie Elefanten, Flusspferde und Hyänen aus dem Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren.

Dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ zufolge lebten in Deutschland die Säbelzahnkatzen Machairodus und Homotherium sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus und Megantereon. Die frühesten Säbelzahnkatzen jagten am Ufer des Ur-Rheins vor etwa zehn Millionen Jahren und hatten etwa die Größe heutiger Löwen in Afrika. Zeitgenossen von ihnen waren krallenfüßige Huftiere und Menschenaffen.

Ernst Probst hat 2009 auch das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass in Deutschland im Eiszeitalter außer Säbelzahnkatzen auch Löwen, Jaguare, Leoparden, Geparde und Pumas existierten.

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Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" bei "Libri":
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html

Sonntag, 21. Juni 2009

Fundorte von Säbelzahnkatzen in Deutschland

Wiesbaden (fossilien-welt) – Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen gehören zu den Bundesländern in Deutschland, in denen Zähne oder Knochen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.

Das reich bebilderte Taschenbuch informiert auf 328 Seiten über die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie über die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon. Ein Herzstück des Taschenbuches ist eine umfangreiche Liste von Fundorten aus aller Welt, die mit Ägypten beginnt und mit Venezuela endet.

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen haben – dem Taschenbuch von Ernst Probst zufolge – bereits am Ufer des Ur-Rheins vor etwa zehn Millionen Jahren gejagt. Zeitgenossen der Säbelzahnkatzen im Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren waren Riesenlöwen, Jaguare, Leoparden und Geparden. Vor diesen Raubkatzen mussten sich die damaligen Frühmenschen fürchten.

Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html sowie in rund 100 Online-Buchshops erhältlich. Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ gibt es unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen ein preiswertes E-Book und eine Leseprobe.

Sonntag, 14. Juni 2009

Blick ins Buch "Säbelzahnkatzen" von Ernst Probst



München (fossilien-welt) - Auf der Webseite von "GRIN Verlag für akademische Texte" ist unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen ein Blick in das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon" möglich. Dieses Taschenbuch befasst sich in Wort und Bild mit den Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie mit den Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon. Es umfasst 328 Seiten, ist reich bebildert und kostet 24,99 Euro. Unter den Abbildungen befinden sich auch Zeichnungen des renommierten spanischen Illustratons Mauricio Antón aus Madrid. Autor dieses Taschenbuches ist der Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der 2009 auch die Taschenbücher "Der Ur-Rhein" und "Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" veröffentlicht hat. Das gedruckte Taschenbuch ist beim Buchgroßhändler "Libri" sowie in rund 100 Online-Buchshops erhältlich. Bei "GRIN" gibt es auch ein preiswertes E-Book für 14,99 Euro.

Weitere Taschenbücher von Ernst Probst:

Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern
Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden
Rekorde der Urmenschen
Rekorde der Urzeit
Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster

Mittwoch, 27. Mai 2009

Säbelzahnkatzen in Deutschland und anderswo



Video: "Sabretooth Tiger" von "TvAnimals" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=15rLSKphv3w

Wiesbaden (fossilien-welt) - Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden in dem Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Das Taschenbuch umfasst 328 Seiten, präsentiert zahlreiche Abbildungen und kostet 24,99 Euro. Es ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen.

Bei GRIN ist der Titel "Säbelzahnkatzen" als preiswertes E-Book erhältlich, bei "Amazon" http://www.amazon.deund "Libri" http://www.libri.de in Kürze als gedrucktes Taschenbuch. Vom Ernst Probst stammen auch die Taschenbücher "Der Ur-Rhein" und "Höhlenlöwen", in denen es teilweise auch um Säbelzahnkatzen geht.

In jeweils eigenen Kapiteln werden die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon behandelt. Machairodus, Homotherium, Paramachairodus und Megantereon sind auch in Deutschland durch Funde nachgewiesen.

Das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" listet die wichtigsten Fundorte von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus dem Rest der Welt auf.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Video über das Neanderthal-Museum



Video: "Neanderthal Museum Trailer" von "NeanderthalMuseum" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=fPT2dBsL9oQ

Beschreibung des Videoclips:

Der Trailer zum Neanderthal Museum in Mettmann bei Düsseldorf

Mittwoch, 13. Mai 2009

Museumsführer stellt Dinotherium-Museum in Eppelsheim vor

MuseumsfuehrerFarbe

Titel des Museumsführers "Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim"

Eppelsheim (fossilien-welt) – Das kleine, aber feine Dinotherium-Museum in Eppelsheim (Landkreis Alzey-Worms) informiert mit einem 92 Seiten umfassenden und reich bebilderten Museumsführer über die bedeutenden Funde längst ausgestorbener Säugetiere, die vor etwa 10 Millionen Jahren am Ur-Rhein in der Gegend von Eppelsheim in Rheinhessen lebten und starben. Es ist nach dem riesigen Rüsseltier Deinotherium giganteum – umgangssprachlich Dinotherium – benannt, das als „Schreckenstier von Eppelsheim“ in die Annalen der Wissenschaft einging.

Im Museumsführer wird eine exotische Tierwelt in Wort und Bild vorgestellt, zu der unter anderem Menschenaffen, Säbelzahntiger, Bärenhunde, Hyänen, krallenfüßige Huftiere, riesige Ur-Elefanten und dreihufige Ur-Pferde gehörten. Der Paläontologe Dr. Jens Lorenz Franzen aus Titisee-Neustadt, Heiner Roos, der Altbürgermeister von Eppelsheim und „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums, sowie der Wissenschaftsautor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim schrieben die Texte.

Aus der Feder von Ernst Probst stammt auch das 256 Seiten starke Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“. Dieses ist Dr. Jens Lorenz Franzen, Altbürgermeister Heiner Roos und dem berühmten Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) gewidmet. Franzen ist der Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim. Der Idee und Initiative von Roos ist das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken. Mit Kaup hat die Erforschung der Säugetierfauna aus den Ablagerungen des Ur-Rheins, den so genannten Dinotheriensanden, einst angefangen.

Roos hat mit Rat und Tat wesentlich zum Gelingen des Museumsführers beigetragen. Die Tierzeichnungen darin stammen von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag. Sie wurden im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim hergestellt. Herausgeber des Museumsführers ist der „Förderverein Dinotherium-Museum e.V. Eppelsheim“.

Der Museumsführer ist im Dinotherium-Museum in Eppelsheim erhältlich. Über das ungewöhnliche Museum informiert die Internetseite mit der Adresse http://www.dinotherium-museum.de

Das Taschenbuch "Der Ur-Rhein" ist beim Buchgroßhändler "Libri" http://www.libri.de und bei "Amazon" http://www.amazon.de zu haben.

Dienstag, 5. Mai 2009

Wissenswertes über das Eiszeitalter: "De Groote Wielen: er war eens ..."

DickMolAntonVerhagen

Autoren Dick Mol (links) und Anton Verhagen

Interview mit Dick Mol aus Hoofddorp, niederländischer Experte für fossile Säugetiere (vor allem Mammut) aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) und Autor zahlreicher Bücher über prähistorische Themen: Zusammen mit Anton Verhagen veröffentlichte er das Werk "De Groote Wielen: er war eens ...". Dieser Band ist eine Art Monographie und befasst sich mit Säugetieren, Vögeln, Insekten, Vegetation, Altersdatierung mit der Radiocarbon-Methode bzw. C14-Methode. usw.

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Wielen

"Groote Wielen": Ein Eldorado für die Wissenschaft

Frage: Herr Mol, zusammen mit Anton Verhagen aus 's-Hertogenbosch haben Sie das Buch "De Groote Wielen: er was eens ..." veröffentlicht. Worum geht es in diesem ungewöhnlich reich bebilderten und großformatigen Prachtband?

Antwort: In der Nähe von 's-Hertgenbosch, in der Provinz Noord-Brabant, wird in den Auen der Maas ein neues Wohnviertel gebaut. Es werden 6.400 neue Häuser errichtet. Dafür brauchte man sehr viel Sand, etwa 5 Millionen Kubikmeter. Bohrungen haben angedeutet, dass es in der Nähe dieses Wohnviertels sehr gute Ablagerungen der Ur-Maas gibt. Eine dicke Sandschicht, die von der Maas über Tausende von Jahren abgelagert worden ist. Wir wissen aus der Geschichte der Maas, dass in deren Ablagerungen auch Überreste der Mammutfauna gefunden werden können. In verschiedenen Museen in den Niederlanden sind umfangreiche Sammlungen von Mammutknochen, und natürlich auch von anderen Tieren der Mammutsteppe, angehäuft. Da die Behörden bei der Genehmigung festgelegt haben, dass verschiedene Qualitäten von Sand separat gelagert werden sollen, musste man sehr genau die Ablagerungen fördern. Für die Paläontologie war das neu. Am Spülfeld weiß man dann ziemlich genau, aus welcher Tiefe der Sand und die verschiedene tierischen Überreste stammen. Fast fünf Jahre haben Anton Verhagen und ich an der Fundstelle "De Groote Wielen" gesammelt, die auch der Name des neuen Wohnviertels ist. Untersuchungen an den Knochen und andere Funden haben sehr interessante Ergebnisse erbracht. Diese haben wir jetzt in diesem Buch veröffentlicht.

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WeelenKiefer

Unterkiefer eines Cro-Magnon-Menschen von der Fundstelle "De Groote Wielen"

Frage: In Ihrem Buch kann man eine Reise durch die letzte Phase des Eiszeitalters (Pleistozän) vor etwa 100.000 bis 11.700 Jahren unternehmen. Welchen Tieren und Urmenschen begegnet man dabei?

Antwort: Wir haben fast die komplette Mammutfauna sichergestellt. Die Fauna, die wir von vielen Fundstellen in der nördlichen Hemisphäre kennen. Die Fauna, die zwischen 100.000 und 12.000 Jahren vor heute die kalte und trockene fast baumlose Grasssteppe bewohnt hat. Tiere wie das Wollhaar-Mammut, Wollhaar-Nashorn, Pferd, Steppenwisent, Riesenhirsch, Rentier, Löwe, Polarfuchs, Braunbär und auch Überreste von kleinen Tieren wie Polarhase.

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WeelenKinderFossil


Kinder mit 1,31 Meter langem Mammutknochen von der Fundstelle "De Groote Wielen"


Frage: Welche Tiere aus dem Eiszeitalter begeistern Sie am meisten?

Antwort: Eigentlich interessiere ich mir für die Gesamtfauna. Aber die Mammuts aus dem Früh-, Mittel- und Spätpleistozän interessieren mich am meisten. Die verschiedenen Mammutarten sagen soviel aus über die Umwelt aus dem gesamten Pleistozän.

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Frage: Wer hatte als Erster die Idee für dieses Buch?

Antwort: Die Idee kommt von uns beiden. Viele Jahre arbeiten Anton Verhagen und ich zusammen. Wir haben viele Tage im Feld verbracht. Wir waren sehr oft unterwegs in Europa und auch in Nordamerika. In einem Gespräch haben wir gesprochen über andere Bücher, die ich in Japan, Russland und Amerika veröffentlicht habe, um meine Ideen mit anderen zu teilen. Dann haben wir einander gesagt, wir sollen unsere Daten von "De Groote Wielen" mit anderen teilen.

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Frage: Wie haben Sie und Anton Verhagen sich kennen gelernt?

Antwort: Vor etwa 30 Jahren habe ich ihn in 's-Hertogenbosch besucht. Er war vor allem sehr aktiv in seiner Heimatregion und hat sich hauptsächlich interessiert für die Archäologie. Er hat viele Fundstellen in der Nähe von 's-Hertogenbosch, wo auch öfters Knochen vom Mammut gefunden wurden. Dann haben wir uns befreundet. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet und ab und zu etwas veröffentlicht.

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WeelenSkelett

Skelett eines Wildrindes von der Fundstelle "Groote Wielen"

Frage: An Ihren Büchern fällt auf, dass Sie immer eine erstaunliche Fülle von hochwertigen Abbildungen präsentieren. Wie viele Bilder (Fotos, Zeichnungen, Gemälde) sind in "De Groote Wielen" zu sehen?

Antwort: Ich veröffentliche gerne Originalarbeiten. Ich hänge sehr an Qualität. Ich habe sehr lange an den Untersuchungen gearbeitet und originale Resultate bekommen. Die sollen dann auch mit guten und Originalbildern publiziert werden. Da ich auch gerne und öfters mit qualifizierten Fotografen und Künstlern zusammenarbeite, war nicht viel nötig, ein gutes und vertrautes Team zusammenzustellen. Remie Bakker zum Beispiel hat unter meiner Leitung hervorragende Gemälde angefertigt.

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WeelenMammut

Gemälde eines Mammuts von Remie Baaker für das Titelbild des Buches "De Groote Wielen: er war eens"

Frage: Besondere optische Leckerbissen sind die Zeichnungen und Gemälde des niederländischen Künstlers Remie Bakker aus Rotterdam. Sie diese eigens für das Buch geschaffen oder bereits anderswo veröffentlicht worden?

Antwort: Ja, die Schwarzweiß-Zeichnungen und die farbigen Gemälde sind eigens für dieses Buch geschaffen worden. Das war viel Arbeit. Die Gemeinde und die Entwickler des neuen Wohnviertels haben uns dabei finanziell unterstutzt. Remie Bakker muss von seiner Arbeit leben und hat viele Stunden daran gearbeitet und immer wieder hatten wir Anmerkungen und mussten kleine Änderungen angebracht werden. Die Gemälde sind auch groß angelegt, etwa 110 x 80 cm. Leider ist das Buch nur im Format DIN A4 (21 x 29,7 cm) gedruckt!

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Frage: Können Natur- oder Kunstliebhaber Zeichnungen und Gemälde, die im Buch veröffentlicht sind, kaufen?

Antwort: Nein, die werden nicht verkauft. Remie Bakker ist ein professioneller Künstler und liebt die Massenproduktion nicht. Ich finde das gut. Man kann ihn natürlich immer fragen, ob er etwas originelles produziert. Siehe seine Arbeiten und seine Adresse auf http://www.manimalworks.com

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Frage: Wer ein Buch von Ihnen gelesen hat, möchte gerne wissen, welche Titel noch aus Ihrer Feder stammen. Bitte nennen Sie uns Bücher, auf deren Umschlag Ihr Name steht?

Antwort: Das sind viele Bücher. Ich möchte gerne auf Wikipedia hinweisen. Ich weiß nicht, wer Dick Mol dort untergebracht hat, aber es gibt dort eine kleine Auflistung einiger meiner Bücher.

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Frage: In den Medien werden Sie oft respektvoll als "Mammut-Experte", "Sir Mammoth" oder "Mister Mammoth" bezeichnet. Freuen Sie sich über diese Bezeichnungen?

Antwort: Ich investiere sehr viele Stunden pro Tag für die Paläontologie. Ich liebe das. Nicht nur im Labor, nicht nur im Feld, nicht nur in meiner Privatbibliothek und nicht nur in Sibirien oder auf der Nordsee. Ich liebe alle Stufen dieser Wissenschaft. Es bereitet mir und meiner Frau sehr viel Spaß und Vergnügen. Wir sind sehr viel unterwegs und reisen ist immer sehr angenehm.

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Frage: Anton Verhagen, geboren 1944, wird in dem Buch als Sammler paläontologischer und archäologischer Objekte bezeichnet. Was ist seine Spezialität?

Antwort: Anton ist schon in Frühpension. Er hat vor einigen Jahren ein sehr schönes und interessantes Museum gegründet und zwar bei 's-Hertgenbosch mit Funden aus seiner Heimat. Siehe: http://www.museumhertogsgemaal.nl - Dieses archäologisch-paläontologische Museum wird auch im Buch beschrieben. Es ist ein Museum mit vielen Funden aus dem Eiszeitalter und auch aus dem Holozän. Auch einige geschichtliche Objekte aus seiner Heimat kann man hier anschauen, und man bekommt immer eine sehr gute und begeisterte Führung.

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Frage: Viele Buchautoren sind nach dem Erscheinen ihres Werkes erschöpft und wollen erst mal eine Pause machen, bevor sie sich an ein neues Buchprojekt heranwagen. Wie ist es bei Ihnen?

Antwort: Nein, da fehlt mir die Zeit. Ich arbeite jetzt mit Professor Dr. Evangelia Tsoukala aus Thessaloniki in Griechenland, zusammen, um nächstes Jahr einen reich bebilderten Band herauszubringen mit den Ergebnissen unserer Ausgrabungen in der Sandgrube von Milia in West-Mazedonien. Darüber hinaus muss ich auch die wissenschaftlichen Daten von meinen Untersuchungen in renommierten Fachzeitschriften publizieren. Auch bin ich noch sehr beschäftigt mit der Organisation der 5. Mammutkonferenz, die 2010 in Le Puy-en-Velay in der Auvergne in Frankreich stattfinden wird.

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Frage: Das größte Lob für einen Autor ist, wenn möglichst viele Menschen sein Buch kaufen, lesen. Wo kann man das Buch "De Groote Wielen" erwerben?

Antwort: Beim DrukWare Verlag in Norg, Niederlande. Die Daten des Buches sind:

Anton Verhagen und Dick Mol: De Groote Wielen: er was eens ... Wie woonden er in De Groote Wielen in de ijstijd?
Drukware Verlag, 192 Seiten, 34,45 Euro, ISBN 978 90 78707 06 6

Die Adresse des Verlages findet man auf der Internetseite http://www.drukware.nl

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der unter anderem die Weblogs http://wissenschafts-news.blog.de und http://interview-weblog.blogspot.com betreibt

Sonntag, 3. Mai 2009

Wenig Höhlenlöwen in Sachsen


















Leipzig (fossilien-welt) – Zu den wenigen Fundorten von Löwen aus dem Eiszeitalter in Sachsen gehört Leipzig-Lindenthal. Dort kam bereits vor einem Jahrhundert in einer Sandgrube der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) zum Vorschein. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix (1859-1941) in den „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hatte sich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdeckten Mammuts einen Namen gemacht.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Unter den rund 100 Fundorten von Höhlenlöwen in Deutschland ist auch Wiedemar-Rabutz (Kreis Nordsachsen).

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren der Erde entdeckt wurden. Sie sind in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren entstanden.

Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind – Ernst Probst zufolge – die Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Sie sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckt hat. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor da. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.

Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

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Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html

Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.grin.com/tag/document/eiszeitloewen#

Freitag, 1. Mai 2009

Auch in Deutschland lebten Jaguare



Video: "Jaguar vs Crocodile (Caiman)" von "DlMSuM3k" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=YVjh02RmMnc

Wiesbaden (fossilien-welt) – Im Eiszeitalter haben in Deutschland auch so genannte Europäische Jaguare (Panthera onca gombaszoegensis) gejagt. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hin. Allein in den rund 600.000 Jahre alten Mosbacher Sanden von Wiesbaden in Hessen sind bereits drei Jaguarfunde geglückt. Mosbach war früher ein Dorf zwischen Wiesbaden und Biebrich und wurde später eingemeindet.

Die Mosbacher Jaguarfunde gehören zu den geologisch jüngsten dieser Raubkatze, die schon vor etwa 1,5 Millionen Jahren im Eiszeitalter in Europa vorkam. Vielleicht war der Europäische Jaguar wie der heutige Jaguar „eng ans Wasser“ gebunden und bevorzugte ebenfalls Wald- und Buschgebiete. Panthera onca gombaszoegensis dürfte spätestens in der Mindel-Eiszeit (etwa 480.000 bis 330.000 Jahre) ausgestorben sein. Sein Verschwinden ist wohl durch die Kälte und die Konkurrenz durch Löwen bewirkt worden.

Der Europäische Jaguar wurde früher unter zahlreichen Artnamen beschrieben. Reste dieser Großkatze kamen außer in Mosbach (Hessen) auch an anderen Fundstellen in Deutschland zum Vorschein: Rabenstein bei Waischenfeld und Würzburg-Schalksberg (beide in Bayern) sowie Weimar-Süßenborn und Untermaßfeld bei Meiningen (beide in Thüringen). Zum Fundgut der Bärenhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen (Baden-Württemberg) gehört der Toskanische Jaguar (Panthera onca toscana), der aber vielleicht mit dem Europäischen Jaguar identisch ist.

Jaguarfossilien hat man außer in Deutschland auch in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, England, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Georgien und in der Ukraine geborgen. Bei einer Ausgrabung am französischen Fundort Château in Burgund entdeckten die Paläontologen Alain Argant und Jacqueline Argant sogar Teile eines fast kompletten Skelettes mit Schädel von Panthera onca gombaszoegensis.

Alain Argant, Jacqueline Argant, Marcel Jeannet (alle drei aus Frankreich) und Margarita Erbajeva (Russland) haben 2007 in der Publikation „Courier Forschungs-Institut Senckenberg“ zahlreiche Fundorte des Europäischen Jaguars erwähnt:

Frankreich: L’Escale, Château, La Nauterie, Artenac, Vallonnet, Cénac-et-Saint-Julien Grotte XIV, Villereversure, Azé-Aiglons, Marignat
Spanien: Atapuerca Gran Dolina, Huéscar I
Italien: Olivola, Val d’Arno, Perugia
England: Westbury-sub-Mendip
Belgien: Sprimont/Belle-roche
Niederlande: Maasvlakte bei Rotterdam, Nordsee
Deutschland: Mosbach, Würzburg-Schalksberg, Untermaßfeld, Weimar-Süßenborn, Rabenstein bei Waischenfeld
Österreich: Hundsheim
Tschechien: Koneprusy, Stránská Skála, Holsteijn 1/Chlum 6,
Slowakei: Gomsbasek (Gombaszög)
Ungarn: Vérteszölös II, Villány 3, Somssich-hegy 2, Kövesvárad, Uppony 1
Rumänien: Betfia
Bulgarien: Slivnica
Griechenland: Volos, Gerakou 1, Petralona
Georgien: Akhalkalaki
Ukraine: Zimbal

Das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ von Ernst Probst befasst sich mit Eiszeitlöwen, Jaguaren, Leoparden, Geparden, Pumas und Säbelzahnkatzen, die allesamt durch Funde in Deutschland nachgewiesen sind. Es ist in rund 100 Online-Buchshops – wie http://www.amazon.de und http://www.libri.de und in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Bei www.grin.de ist der Titel als preiswertes E-Book zu haben. Von Ernst Probst erschien kürzlich auch das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“.

Mittwoch, 8. April 2009

Fundorte von Höhlenlöwen in Deutschland

Wiesbaden (fossilien-welt) – Wie viele Fundorte von Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) aus dem Eiszeitalter kennt man in Deutschland? Eine Antwort auf diese Frage gibt das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst: Darin werden 100 Fundorte von Höhlenlöwen aus Deutschland – gegliedert nach Bundesländern – sowie viele weitere aus Österreich und der Schweiz erwähnt.

Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3, aus Sachsen 2, aus Hamburg 1 und aus Berlin 1. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort hat man Reste von rund 30 Höhlenlöwen gefunden. Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren Europas entdeckt wurden. Sie sind in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren entstanden.

Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind – Ernst Probst zufolge – die Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Sie sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckt hat. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor da. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.

Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

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Dienstag, 31. März 2009

Prähistorische Tierbilder von Mauricio Antón














Madrid (fossilien-welt) – Einer der ganz Großen in seiner Zunft ist der spanische Künstler Mauricio Antón aus Madrid. Seine detailgetreuen Bilder prähistorischer Raubkatzen in dem Prachtbuch „The big cats and their fossil relatives“ zum Beispiel haben Natur-, Tier- und Katzenfreunde in aller Welt entzückt.

In diesem von dem englischen Wissenschaftler Alan Turner aus Liverpool und Mauricio Antón veröffentlichen Werk sind Motive zu bewundern, die man ansonsten sehr selten und nirgendwo sieht. Zum Beispiel eine Zeichnung, auf der man die große Säbelzahnkatze Machairodus und die kleine Dolchzahnkatze Paramachairodus zusammen erblickt oder Raubkatzen bei der Jagd auf bestimmte Beutetiere. Der erwähnte Titel ist aber nur eine von vielen Publikationen, die Antón optisch bereichert hat.

Wer sich für Mauricio Antón und seine Kunstwerke interessiert, für den ist http://www.mauricioanton.com eine sehr gute Adresse im Internet. Dort ist in spanischer und in englischer Sprache viel Interessantes über diese renommierten Künstler nachzulesen. Außerdem kann man viele gelungene Beispiele seiner Schöpfungen sehen. Besonderer Clou ist ein sehenswerter Videoclip. Der vielseitige spanische Künstler hat auch zahlreiche Digital-Modelle längst ausgestorbener Lebewesen – wie Säbelzahnkatzen, Mammute und Urmenschen - geschaffen

Bestellungen des Buches „The big cats and their fossil relatives“ bei:
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Was Kees van Hooijdonk über Säbelzahntiger sagt

HooijdonkMegantereon

Kees van Hooijdonk mit einem Kiefer der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze in Frankreich, der im Naturhistorischen Museum Basel aufbewahrt wird

Interview mit Kees van Hooijdonk aus Rucphen, niederländischer Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter, über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen

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Frage: Herr van Hooijdonk, Sie suchen, sammeln und erforschen sehr erfolgreich Reste fossiler Säugetiere aus dem Eiszeitalter (etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahre). Wie, wann und wo haben Sie sich für dieses interessante Hobby begeistert?

Antwort: Mein Interesse an Fossilien ist bereits in meinen Jugendjahren aufgetreten, und zwar bei einem Spaziergang im Wald bei La Roche in den Belgischen Ardennen. Dabei habe ich in einer Felsenpartie im Wald, Hunderte von Metern über der Ourthe, fossile Schnecken gefunden. Ich war so fasziniert von dieser unerwarteten Entdeckung, dass ich anfing Bücher über Fossilien zu lesen. Von diesem Moment an habe ich mit dem Fossiliensammeln begonnen. Außerdem wurde ich Mitglied der niederländischen Geologischen Gesellschaft. Zunächst habe ich alle möglichen Fossilien gesammelt, aber einige Jahren später habe ich mich mehr und mehr auf Fossilien von Säugetieren aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) spezialisiert, vor allem auf Katzen (Felidae).

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SaebelCover

Prachtband über Säbelzahnkatzen, an dem Kees van Hooijdonk mitgearbeitet hat

Frage: Zusammen mit Dick Mol, Wilrie van Logchem und Remie Bakker haben Sie die Prachtbände „De Sabeltandtijger uit de Noordzee“ (2007) in niederländischer Sprache und „The Saber-toothed Cat of the Nord Sea“ (2008) in englischer Sprache veröffentlicht, die nach meiner Ansicht zu den besten Büchern über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gehören. Was begeistert Sie an diesen Raubkatzen?

Antwort: Ich glaube, dass sehr viele Menschen beeindruckt sind von der Kraft und Eleganz der Felidae. Sogar die Jagd einer Hauskatze auf dem Hinterhof bietet ein faszinierendes Schauspiel. Mein Interesse an der Säbelzahnkatze Homotherium ist entstanden, als ich vor etwa 10 Jahren einige Fossilien von dieser Raubkatze gefunden habe. Es ist vor allem die spezielle Anatomie, die mich interessiert. Aber auch die Seltenheit und die Exklusivität der Homotherium-Fossilien haben eine wichtige Rolle gespielt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich mit dieser Tiergattung intensiver befasst, eine Reihe von interessanten Touren unternommen und Kontakte gepflegt.

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Frage: Seit einigen Jahren spricht man nicht nur von Säbelzahnkatzen, sondern auch von Dolchzahnkatzen. Können Sie den Unterschied zwischen diesen Raubkatzen kurz erklären?

Antwort: In der englischen Sprache unterscheidet man zwei Formen von Säbelzahnkatzen: nämlich Scimitar Cat (Krummsäbelzahn) und Dirktoothed Cat (Dolchzahn), je nach den spezifischen Eigenschaften der oberen Eckzähne. Säbelzahnkatzen des Stammes Homotheriini gehören zu den Scimitar Cats, weil die oberen Eckzähne einem Krummsäbel (Scimitar) gleichen. Diese Eckzähne sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an den Schnittflächen. Sabelzahnkatzen des Stammes Smilodontini gehören zu den Dirktoothed Cats.

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Frage: In der Literatur heißt es, manche Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen seien so groß wie ein heutiger Löwe oder sogar wie ein jetziger Sibirischer Tiger gewesen, der als größte Raubkatze der Gegenwart gilt. Wer war die größte Säbelzahnkatze und wer die größte Dolchzahnkatze?

Antwort: Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Das liegt daran, dass Fossilien von Säbelzahnkatzen immer sehr selten vorkommen. Vollständige Skelette sind noch viel seltener. Viele Informationen über Größe und Gewicht der Säbelzahnkatzen sind deshalb nur durch Interpretationen zu bekommen. Eine große Säbelzahnkatze wird oft mit der Größe eines Löwen verglichen, während die nächst kleinere Art mit dem Panther verglichen wird.
Doch dieser Vergleich ist nicht ganz zufällig, denn viele Faunen (oder Biotope) haben eine ähnliche Zusammensetzung: der heutige Löwe und Leopard leben in der Serengeti, der jetzige Tiger und Leopard in Ost-Asien, die ausgestorbenen Gattungen Homotherium und Megantereon (z. B. Senèze) in Frankreich), die fossilen Gattungen Smilodon und Homotherium in Amerika.
Aber wenn man eine Gattung nennen sollte, dann sollte es vielleicht die südamerikanische Dolchzahnkatze (Dirktoothed Cat) Smilodon populator sein, die mit einer Schulterhöhe von 120 Zentimetern noch größer war als ihr nordamerikanischer Verwandter Smilodon fatalis, vom der sehr viele Fossilien gefunden wurden in den Teerlöchern („tar pits“) der Fundstelle Rancho La Brea mitten in der kalifornischen Großstadt Los Angeles.

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Frage: In Kino- und Fernsehfilmen tragen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen riesige furchterregende Eckzähne (Fangzähne). Welche Säbelzahnkatze oder Dolchzahnkatze besaß die größten Eckzähne?

Antwort: Die Dolchzahnkatze Smilodon populator hatte die längsten Eckzähne: nämlich sage und schreibe 30 Zentimeter.

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Frage: In Büchern, Zeitschriften und im Internet findet man über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sehr unterschiedliche Informationen über deren Lebensweise. Sind diese Raubkatzen nach Ihrer Ansicht faule Aasfresser oder tüchtige Jäger gewesen?

Antwort: Ich glaube, dass die Säbelzahnkatzen flinke Jäger waren, wie die heutige Katze. Das sieht man auch am Gebiss. Aber die Jagd auf Beutetiere erfordert sehr viel Energie und ich bin der Meinung, dass die Säbelzahnkatzen versuchten, anderen Raubtieren die Beute abzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bot. Auch heute sieht man das bei manchen Raubtieren. In Zeiten der Knappheit könnten Säbelzahnkatzen auch Aas gefressen haben. In Rancho La Brea (USA) sieht man, dass Säbelzahnkatzen zu Teergruben gekommen sind, um dort leicht an Beutetiere zu gelangen, die im Teer gefangen waren. Das zeigt, dass Säbelzahnkatzen versucht haben, mit minimaler Arbeit Beute zu bekommen.

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Frage: Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden sowohl als Einzelgänger als auch als Rudeltiere geschildert. Was meinen Sie dazu?

Antwort: Es wird oft gesagt, dass Säbelzahnkatzen in Gruppen jagten, aber dafür liegen keine eindeutigen Beweise vor. In der Friesenhahn-Höhle bei San Antonio in Texas (USA) sind Fossilien von mehreren Säbelzahnkatzen der Gattung Homotherium gefunden worden. Doch diese stammen entweder von alten oder sehr jungen Tieren. Vielleicht war dort eine Art von „Nest“ und es ist normal, dass die Jungen die ersten Monate mit ihren Eltern verbringen. In Rancho La Brea wiederum sind sehr viele Fossilien der Dolchzahnkatze Smilodon entdeckt worden. Viele dieser Fossilien tragen Spuren einer Krankheit oder sogar Lahmheit, was belegt, dass es unwahrscheinlich ist, dass diese Tiere selbst aktiv gejagt haben. Dass Krankheiten oder Verletzungen verheilt sind, belegt, dass kranke oder verletzte Dolchzahnkatzen von ihrer Gruppe unterstützt oder dass sie beim Fressen an der Beute geduldet wurden. Aber man muss vorsichtig sein mit solchen Schlussfolgerungen: Beim heutigen Katzen gibt es auch Ausnahmen: Die meisten Katzen leben als Einzelgänger, aber Löwen sind echte Rudeltiere.

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Frage: In einem sehr interessanten Beitrag für die renommierte niederländische Fachzeitschrift „Cranium“ befassten Sie sich mit der Säbelzahnkatze Homotherium und der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze im französischen Departement Haute Loire. Können Sie diese beiden Raubkatzen kurz beschreiben?

Antwort: Mit einer Schulterhöhe von etwa 95 Zentimetern war Homotherium die größere von diesen beiden Raubkatzen. Wenn man Skelette dieser beiden Tiere miteinander vergleicht, dann seht man sofort, dass Homotherium eine große, schlanke Katze war, deren Vorderbeine länger waren als die Hinterbeine, was Homotherium ein Ausehen wie eine Hyäne gab. Homotherium konnte sogar ein junges Mammut töten.
Megantereon dagegen war eine große, robuste Katze mit einer Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern ähnlich wie ein heutiger Jaguar. Mit seinen extrem starken Vorderbeinen war er in der Lage, große Beutetiere, wie ein Pferd oder einen Hirsch, auf den Boden zu werfen und zu töten.
Auch das Gebiss beider Katzen weicht stark voneinander ab. Die Eckzähne von Homotherium sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an Schnittflächen. Auch der Rest des Gebisses hatte eine sehr starke Zähnelung und zwar an Schnittflachen der Schneidezähne und Backenzähne.
Das Gebiss von Megantereon war minder kräftig und die oberen Eckzähne waren schmäler und ohne Zähnelung.

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Frage: Aus ihren Publikationen geht hervor, dass Sie auch Fundstellen und Museen im Ausland besuchen. An welche Besuche erinnern Sie sich besonders gerne?

Antwort: Ich hatte die Möglichkeit, Besuche zu machen an der Universität Claude Bernard in Lyon (Frankreich), wo das Skelett eines Homotherium von Senèze aufbewahrt wird und im Naturhistorischen Museum von Lyon, wo sich eine große Sammlung von Raubtier-Fossilien befindet. Auch habe ich das Naturhistorische Museum in Basel besucht, wo man das Skelett eines Megantereon zeigt. 2006 habe ich die Ausgrabung bei Senèze besucht, wo man die Skelette beider Säbelzahnkatzen entdeckt hatte. Dort habe ich auch die Familie Phillis besucht, deren Vater Pierre beide Säbelzahnkatzen gefunden hatte, und viele interessante Fotos gesehen. Alle Besuche waren besondere Erlebnisse.
Auch in Deutschland habe ich Museen besucht – und zwar in Darmstadt und Wiesbaden –sowie die weltberühmte Fossilienfundstätte Grube Messel bei Darmstadt bewundert. Mit Freude erinnere ich mich an Thomas Keller und Anne Sander von der Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege im Schloss Biebrich in Wiesbaden, für ihre sehr angenehme und freundliche Unterstützung bei einer Exkursion unseres Vereins.

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Frage: Immer wieder erregen Funde eiszeitalterlicher Säugetiere, die von Fischkuttern und Muschelkuttern vom Nordseegrund ans Tageslicht geholt werden, großes Aufsehen. Sind Sie an der Jagd nach solchen fossilen Schätzen aus dem ehemaligen „Nordseeland“ beteiligt?

Antwort: Ja und nein. Es ist wichtig, Kontakte mit Fischern zu haben und zu sehen, was sie an Fossilien mitgebracht haben. Deshalb bin ich manchmal an Bord von Fischkuttern. Oft nur mit einer Kamera. Und manchmal bekomme ich ein schönes Fossil. Später versuche ich, das Fossil zu tauschen für ein Höhlenlöwen-Fossil oder ähnliches. Aber es ist nicht so, dass ich – wie andere – Fossilien kaufe, um mit ihnen zu handeln.

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Frage: Besitzen Sie eine umfangreiche Fossiliensammlung und – wenn ja – auf welche Funde sind Sie besonders stolz?

Antwort: Ich habe in den letzten Jahren eine schöne Fossiliensammlung von verschiedenen Fundstellen zusammengetragen. Die schönsten Stücke meiner Sammlung sind Fossilien aus dem Pliozän (etwa 5,3 bis 2, Millionen Jahre) und Pleistozän (etwa 2,6 bis 11.700 Jahre) aus der Nordsee. Darunter sind Fossilien von Hirschen, Wildpferden, Rüsseltieren (Mammuthus meridionalis, Mastodont), der Säbelzahnkatze Homotherium und des Europäischen Jaguars Panthera onca gombaszoegensis.
Alle meine Fossilien sind besonders, aber die Homotherium-Fossilien sind doch eine Spezialität, denn diese waren der Grund für viele meine Reisen und zahlreiche Kontakte in aller Welt.
Aber ich betrachte diese Sammlung nur als Leihgabe. Später möchte ich alles einem Museum vermachen.

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HooijdonkFossilienfundstelle

Kees van Hooijdonk an der Fundstelle Chilhac in Frankreich, wo Fossilien von Säbelzahnkatzen entdeckt wurden

Frage: In vielen Bundesländern Deutschlands ist im Laufe der Zeit das Suchen und Bergen von Fossilien verboten worden. Ist dieses Hobby in den Niederlanden noch erlaubt?

Antwort: Ja, dieses Hobby ist in den Niederlanden noch erlaubt, aber reguliert. Das bedeutet, dass man Fossilien von Fischern bekommen kann oder am Strand suchen darf. Aber man kann nicht in eine Grube gehen und dort mit dem Graben anfangen. Auch auf Plätzen, die unter Naturschutz stehen, darf man nicht graben. Das ist selbstverständlich. Es ist in die Niederlanden auch so, dass archäologische Funden gemeldet werden müssen.

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Frage: Was halten Sie davon, dass in manchen Ländern das Suchen und Bergen von Fossilien durch Privatpersonen strengstens verboten ist?

Antwort: Das hängt davon ab, was der Grund ist: Wenn es auf Grund des Naturschutzes ist oder auf Grund der Sicherheit, dann ist ein solches Verbot verständlich. Aber ein völliges Verbot ist dann nicht nötig.
Manchmal hört man, dass gewisse Wissenschaftler einen Anspruch auf gefundene Fossilien geltend machen. Sie bewahren die Fossilien in Museen und Laboratorien für die Forschung auf. Forschung ist gut, aber das Sammeln von Fossilien durch Erwachsene und Kinder bringt auch Interesse für die Natur mit sich, und das ist genau so wichtig, vor allem für die Kinder, denn sie sind die Zukunft. Aber Sammeln sollte nicht zum Raub fuhren oder für Kommerz benutzt werden. Es sollte aus guten Gründen geschehen, und das gilt für Wissenschaftler und für Privatpersonen.

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Frage: Werden Sie von Verwandten, Freunden und Bekannten beim Suchen und Erforschen von Fossilien unterstützt?

Antwort: Ja, wie vorher gesagt, habe ich in allen Museen und Universitäten immer gute Unterstützung bekommen. Und natürlich erhalte ich viel Unterstützung in unserem Verein der pleistozänen Säugetiere. Insbesondere Dick Mol (den Sie auch interviewt haben) und Klaas Post erwähne ich, weil beide eine sehr anregenden Einfluss auf mich haben. Und nicht zuletzt nenne ich meine Familie, weil sie mir die Möglichkeit geboten hat, mein Hobby zu betreiben.

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Sabeltandkatten

Webseite über Säbelzahnkatzen von Kees van Hooijdonk

Frage: Sicherlich möchten viele Leser und Leserinnen dieses Interviews gerne noch mehr über Sie erfahren. Betreiben Sie eine Internetseite, wo man etwas über Sie und Ihre Arbeit nachlesen kann?

Antwort: Ich habe eine Internetseite über das Eiszeitalter und Eiszeittiere: http://www.ijstijd.net - Dort gibt es auch eine Webseite über Säbelzahnkatzen unter der Adresse http://www.ijstijd.net/sabeltandkatten/index.html

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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee einige Wünsche erfüllen könnte, was würden Sie sich von ihr wünschen?

Antwort: Ich glaube nicht so an gute Feen. Aber einen Wunsch habe ich doch: Allen Sammlern und allen Forschern von Fossilien wünsche ich viele schöne Funde und lehrreiche und entspannende Stunden im Feld! Wir alle haben ein sehr schönes Hobby.

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Betreiber des Weblogs http://wissenschafts-news.blog.de und Autor der Taschenbücher „Rekorde der Urzeit“, „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“

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Weblinks zum Thema:

Buch "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl

Buch "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en

Publikation von Kees van Hoojdonk: De Sabeltandkatten Homotherium en Megantereon (Felidae, Carnivora)
van de Plio-Pleis to cene site van Senèze (Haute Loire, Fr.)
http://www.ijstijd.net/cranium.pdf

"Urzeitshop" für Fossilien und Urzeitfans

Urzeitshop

Duvensee (fossilien-welt) – Alles, was das Herz eines Fossiliensammlers begehrt (und noch viel mehr), findet man im „Urzeitshop“ unter der Adresse http://www.urzeitshop.de im Internet. Zum reichhaltigen Angebot gehören einzigartige und qualitativ hochwertige Fossilien von wirbellosen Tieren, Fischen, Reptilien (darunter Dinosaurier), urzeitlichen Säugetieren und formschönen Pflanzen. Sämtliche Fossilien wurden erstklassig präpariert und sind eine Bereicherung für jede Fossiliensammlung.

Außer Originalfunden von Fossilien sind aber auch Bausätze und Zubehör, Bücher über Dinosaurier und Mammute, CDs, Dinosaurier-Modelle, Poster, Bilder, Puzzle, Spiele, Schlüsselanhänger, Schreibwaren, naturgetreue Replikas von Schädeln und Skeletten, Spielwaren, Stoff-Tiere, T-Shirts und Sonderangebote erhältlich.

Kleine und große Dinosaurier-Fans dürften an Skelett-Modellen von Allosaurus, Apatosaurus, Carnotaurus, Parasaurolophus, Spinosaurus, Stegosaurus und Tyrannosaurus in kleinerem Maßstab ihre Freude haben. Wer mehr Platz und Geld hat, kommt mit imposanten Modellen der Dinosaurier Deinonychus, Dimetrodon und Syntarsus, die in Qualität und Größe für Museen, Dino-Parks und Dinosaurier-Ausstellungen bestens geeignet sind, voll auf seine Kosten. Auch ein riesiger Schädel des furchteinflößenden Tyrannosaurus rex („König der Tyrannosaurier“) ist zu haben.

Die ebenfalls angebotenen Replikas von Schädeln und Skeletten stammen von klassischen Museumsstücken, die meistens für Normalverdiener unerschwinglich sind. Mit den täuschend echten Replikas kann man im Vergleich mit teuren Originalfossilien preisgünstig eine spektakuläre Sammlung aufbauen.

Zum Replika-Angebot gehören zum Beispiel eindrucksvolle Schädel von Säbelzahnkatzen, früher auch Säbelzahntiger genannt, und Dolchzahnkatzen. Darunter befinden sich Schädel der Säbelzahnkatzen Megantereon cultridens, Homotherium crenatidens und Xenosmilus hodsonae sowie der Dolchzahnkatze Smilodon.

Ab 75 Euro Warenbestellwert liefert der Urzeitshop - innerhalb von Deutschland - versandkostenfrei!

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Dinos und prähistorische Säugetiere von A bis Z

Nachfolgend ein kategorieübergreifender und alphabetisch sortierter Überblick über alle urzeitlichen Reptilien (Dinosaurier) und prähistorischen Säugetiere, die man im "Urzeitshop" finden kann. Wenn man im "Urzeitshop" auf einen Namen klickt, werden alle Artikel zu diesem Tier angezeigt.

A
Achelousaurus
Acrocanthosaurus
Aepycamelus
Afrovenator
Agustinia
Albertosaurus
Alioramus
Allosaurus
Alticamelus
Amargasaurus
Amebelodon
Ammosaurus
Anatotitan
Andrewsarchus
Anhanguera
Ankylosaurus
Apatosaurus
Archaeopteryx
Arsinoitherium

B
Barbourofelis
Baryonyx
Becklespinax
Beipiaosaurus
Beutelwolf
Brachiosaurus
Brontotherium

C
Calicotherium
Camarasaurus
Camptosaurus
Carcharodontosaurus
Carnotaurus
Caudipteryx
Ceratosaurus
Cetiosaurus
Chasmosaurus
Coelophysis
Corythosaurus
Cryolophosaurus
Cynognathus

D
Daspletosaurus
Deinonychus
Deinosuchus
Dilong paradoxus
Dilophosaurus
Dinohyus
Diplodocus
Dimetrodon
Dodo
Doedicurus
Dracorex
Dromaeosaurus
Dunkleosteus

E
Edmontosaurus
Einiosaurus
Elasmosaurus
Enteledont
Euoplocephalus
Eustreptospondylus

G
Gallimimus
Gargoyleosaurus
Gastonia
Giganotosaurus
Gigantoraptor
Glyptodon
Glyptotherium
Gorgonopsid
Gorgosaurus
Gryposaurus

H
Homotherium
Höhlenbär
Hydrotherosaurus
Hylaeosaurus
Hypacrosaurus
Hypsilophodon

I
Ichthyosaurus
Iguanodon
Indricotherium

J
Jobaria

K
Kentrosaurus
Kronosaurus

L
Lambeosaurus
Leaellynasaurus
Leptoceratops
Lexovisaurus
Liopleurodon

M
Macrauchenia
Maiasaurus
Mamenchisaurus
Mammut
Megalodon
Megaloceros
Megalosaurus
Megantereon
Megatherium
Microraptor
Moa
Monolophosaurus
Moropus
Mosasaurus
Muttaburrasaurus

N
Neandertaler
Neovenator
Nigersaurus
Nodosaurus
Nothronychus


O
Olorotitan
Opthalmosaurus
Ornithomimus
Ouranosaurus
Oviraptor

P
Pachycephalosaurus
Pachyrhinosaurus
Paralititan
Parasaurolophus
Pentaceratops
Phororhacus
Pinacosaurus
Polacanthus
Placerias
Plateosaurus
Platybelodon
Plesiosaurus
Protoceratops
Psittacosaurus
Pteranodon

Q
Quetzalcoatlus

R
Rebbachisaurus
Rhoetosaurus


S
Saichania
Saltasaurus
Sarcosuchus
Saurolophus
Scelidosaurus
Scipionyx
Seismosaurus
Shunosaurus
Sinraptor
Smilodon
Spinosaurus
Stegosaurus
Sthenurus
Styracosaurus
Suchomimus
Syntarsus
Synthetoceras

T
Tanystropheus
Tarbosaurus
Therizinosaurus
Thescelosaurus
Titanosaurier
Torosaurus
Triceratops
Troodon
Thylacoleo
Thylacosmilus
Tylosaurus
Tyrannosaurus

U
Urzeit-Bison
Utahraptor

V
Velociraptor

W
Wuerhosaurus

X
Xenosmilus

Y
Yangchuanosaurus
Yunnanosaurus

Sonntag, 29. März 2009

Museumsführer im Dinotherium-Museum erhältlich


















Eppelsheim (fossilien-welt) – Über die exotische Tierwelt am Ur-Rhein vor rund 10 Millionen Jahren informiert der Museumsführer „Das Dinotherium-Museum Eppelsheim“ in Wort und Bild. Er umfasst 92 Seiten im Format DIN A 4 und präsentiert zahlreiche Fotos – darunter etliche sogar in Farbe – und Zeichnungen. Der Museumsführer ist im Dinotherium-Museum Eppelsheim erhältlich. Weblink: http://www.dinotherium-museum.eppelsheim.de

Inhaltsangabe:

Das Dinotherium-Museum informiert über die bedeutenden Funde längst ausgestorbener Säugetiere, die vor etwa 10 Millionen Jahren in der Gegend von Eppelsheim in Rheinhessen am Ur-Rhein lebten und starben. Es ist nach dem riesigen Rüsseltier Deinotherium giganteum – umgangssprachlich Dinotherium – benannt, das als „Schreckenstier von Eppelsheim“ in die Annalen der Wissenschaft einging. Im vorliegenden Museumsführer wird eine exotische Tierwelt in Wort und Bild vorgestellt, zu der unter anderem Menschenaffen, Säbelzahntiger, Bärenhunde, Hyänen, krallenfüßige Huftiere, riesige Rüsseltiere und dreihufige Ur-Pferde gehörten. Der Paläontologe Dr. Jens Lorenz Franzen aus Titisee/Neustadt, Heiner Roos, der Altbürgermeister von Eppelsheim und „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums sowie der Wissenschaftsautor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim schrieben die Texte. Roos hat zudem mit Rat und Tat wesentlich zum Gelingen des Museumsführers beigetragen. Die Tierzeichnungen stammen von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag. Sie wurden im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim hergestellt. Herausgeber des Museumsführers ist der „Förderverein Dinotherium-Museum e. V., Eppelsheim“.

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Lesetipp:
Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren. GRIN, München 2009

Freitag, 27. März 2009

Der Höhlenlöwe Panthera leo spelaea

Als Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) werden die Löwen aus dem Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren bezeichnet. Sie sind aus den Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) hervorgegangen, die nach dem ehemaligen Dorf Mosbach, einen berühmten Fossilfundort bei Wiesbaden in Hessen, benannt sind. Der Höhlenlöwe wurde 1810 von dem damals in Erlangen und später in Bonn arbeitenden Arzt und Paläontologen Georg August Goldfuß erstmals wissenschaftlich beschrieben. Ihm hatten Funde aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz vorgelegen. Die Höhlenlöwen erreichten eine Gesamtlänge bis zu etwa 3,20 Metern, worin der nahezu meterlange Schwanz enthalten ist. Die Höhlenlöwen verdanken ihren falschen Namen dem Umstand, dass ihre Reste oft in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren sie aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genau so verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen. Weil die Höhlenlöwen nachweislich keine Höhlen als Lebens- oder Geburtsort nutzten, bezeichnet der deutsche Paläontologe Cajus G. Dietrich sie als spätpleistozäne Steppenlöwen.

Videoclips über Säbelzahntiger







Videos: "Walking with Beasts - Sabre Tooth" von "HyperbolaGuy" bei Youtube

Wiesbaden (internet-zeitung) - Sehenswerte Videoclips über Säbelzahntiger, die man heute je nach Gattung als Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen bezeichnet, findet man auf der Videoplattform "Youtube" unter der Adresse http://www.youtube.com/user/HyperbolaGuy im Internet. Zum interessanten Themenangebot gehören 28 Videos "Walking with Beasts", 10 Videos "Neanderthal" und
12 Videos "Walking with Cavemen".

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Lesetipp:
Ernst Probst: Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter, GRIN, München 2009

Videos: "Walking with Beasts - Sabre Tooth"







Videos: "Walking with Beasts - Sabre Tooth" von "HyperbolaGuy" bei Youtube

Video: "Cup Noodle Caveman Commercial"



Video: "Cup Noodle Caveman Commercial" von "deutschewelle" bei Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=TozuDjekZXI

Frankfurt schweigt - Sibirien antwortet

Manchmal ist es leichter,
eine Information
von einem Paläontologen
aus Sibirien zu bekommen
als aus Frankfurt am Main.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Donnerstag, 26. März 2009

Dinosaurier Live 3D - Fossilien zum Leben erweckt

DINOSAURIER LIVE 3D – FOSSILIEN ZUM LEBEN ERWECKT
Regie: David Clark und Bayley Silleck
Verleih: Fantasia Film GmbH & Co. Verleih KG
Kinostart: 30. Juli 2009

DINOSAURIER LIVE 3D erweckt in atemberaubenden 3D-Aufnahmen Dinosaurier zum Leben – von den frühesten Kreaturen aus dem Zeitalter der Trias bis hin zu den Monstern des Jura und der Kreide. Von den Weiten der Wüste Gobi bis zu den Sandsteintürmen in New Mexico folgt der Film Paläontologen bei ihrer Erforschung einiger der großartigsten Dinosaurierfunde. Durch die Magie der wissenschaftlich exakten Computeranimation werden diese neu entdeckten Kreaturen, sowie einige alte Bekannte, zum Leben erweckt … in voller Lebensgröße!

In den 1920-er Jahren fand der Abenteurer Roy Chapman Andrews, von dem man sagt, er sei das Vorbild für die Figur des Indiana Jones gewesen, in der Wüste Gobi Tausende Überreste von Dinosauriern, begleitet von einem Kameramann, der seine historischen Funde filmte. In der Nachfolge Andrews’ unternahmen die Paläontologen Mike Novacek und Mark Norell etliche Expeditionen in die Wüste Gobi. Zusammenbrechende Sanddünen bedeckten dort ganze Herden von Tieren, bis Sandstürme die Skelette freilegten. Eine der dramatischsten Sequenzen des Films zeigt einen Velociraptor und einen Protoceratops, die während ihres tödlichen Kampfes von einer Sanddüne verschüttet wurden.

DINOSAURIER LIVE 3D – FOSSILIEN ZUM LEBEN ERWECKT stellt dem Zuschauer auch Funde 230 Millionen Jahre alter Dinosaurier vor, die im Norden von New Mexico entdeckt wurden. Zu jener Zeit regierten immer noch Reptilien die Welt, wohingegen Dinosaurier noch nicht sehr groß waren. Im Jura explodierte die Vielfalt und die Größe der Dinosaurier. Erst kürzlich entdeckten Wissenschaftler ein wahres Monster, den 40 Meter langen Seismosaurus. Der Film erweckt diesen Koloss zum Leben, im Kontrast zu den kleineren Dinosauriern der Trias.

Mittwoch, 25. März 2009

Texte und Bilder über Säbelzahnkatzen

IJstijd

Rucphen (fossilien-welt) - Eine gute Adresse für Liebhaber eiszeitalterlicher Säbelzahnkatzen bzw. Säbelzahntiger ist die Webseite "Caves & Ice Ages - Sabeltandtijgers" des professionell arbeitenden niederländischen Amateur-Paläontologen Kees van Hooijdonk aus Rucphen. Unter der Adresse http://www.ijstijd.net/sabeltandkatten/index.html findet man zahlreiche interessante Informationen und sehenswerte Bilder über diese faszinierenden Raubkatzen.

Kees van Hooijdonk ist einer der vier niederländischen Autoren, die die lesenswerten Prachtbände "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch) und "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch) veröffentlicht haben. Diese reich bebilderten Werke von Dick Mol, Wilrie van Logchem, Kees van Hooijdonk und Remie Bakker gehören zu den besten Büchern über Säbelzahnkatzen.

Auf der Webseite "Sabeltandkatten" informiert Kees van Hooijdonk in niederländischer Sprache, die für deutsche Lesern/innen größtenteils gut verständlich ist, über die berühmten Säbelzahnkatzen-Fundstellen Senèze (Frankreich), Rancho La Brea in Los Angeles (Kalifornien) und Friesenhahn-Höhle bei San Antonio (Texas). In einem weiteren Artikel stellt sich der Autor selbst vor und in einem anderen präsentiert er interessante Links zu Webseiten über Paläontologie, Eiszeitalter und Museen.

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Links:

Webseite von Kees van Hooijdonk über die Eiszeit (niederländisch: Ijstijd)
http://www.ijstijd.net

BuchSaebelzahnkatzen

Buch "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl

Buch "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en

Publikation von Kees van Hoojdonk: De Sabeltandkatten Homotherium en Megantereon (Felidae, Carnivora)
van de Plio-Pleis to cene site van Senèze (Haute Loire, Fr.)
http://www.ijstijd.net/cranium.pdf">http://www.ijstijd.net/cranium.pdf">http://www.ijstijd.net/cranium.pdf

Sonntag, 22. März 2009

Fischkutter ging uralter Vielfraß ins Netz

Vielfrass

Dick Mol misst den Vielfraß-Unterkiefer aus der Nordsee. Foto: Hans Wildschut, Hoofddorp

Rotterdam (fossilien-welt) – Zum ersten Mal ist ein Rest von einem Vielfraß (Gulo gulo) aus dem späten Eiszeitalter vom Grund der Nordsee ans Tageslicht geholt worden. Diese aufsehenerregende Entdeckung gelang dem niederländischen Fischkutter „George Johannes Klazina“, dem das Fossil südwestlich der Braunen Bank ins Netz ging. Dies berichten die niederländischen Experten Dick Mol aus Hoofddorp, Kommer Tanis aus Goedereede und Wilrie van Logchem aus Culemburg in der Rotterdamer Fachzeitschrift „Cranium“.

Bei dem wissenschaftlich wertvollen Fund handelt es sich um eine linke Unterkieferhälfte mit Zähnen von einem Vielfraß. Die sensationelle Entdeckung gelang bereits im November 2006. Danach erfolgte die langwierige wissenschaftliche Untersuchung und Beschreibung. Die Nordsee war während des Eiszeitalters zeitweise Festland gewesen. Auf diesem „Nordseeland“ lebten viele Tiere.

Der Vielfraß-Unterkiefer stammt aus der Übergangszeit zwischen dem späten Eiszeitalter (Spätpleistozän) und der frühen Heutzeit (Frühholozän) vor rund 11.000 Jahren. Dies ergab eine Altersdatierung mit der Radiokarbon-Methode (C14-Methode), die von Professor Dr. Hans van der Plicht am Centrum voor Isotopenonderzoek an der Universität Groningen vorgenommen wurde. Zu dieser Zeit war die Mammutsteppe im Nordseegebiet bereits durch Tundren und Taiga ersetzt.

Laut Online-Lexikon „Wikipedia ist der Vielfraß eine Raubtierart aus der Familie der Marder (Mustelidae), die im nördlichen Eurasien und in Nordamerika existiert. Sein Name bezieht sich nicht auf die Ernährungsgewohnheiten, sondern wird vom altnordischen Begriff Fjellfräs abgeleitet, der "Gebirgs-(Fjell)-Katze" bedeutet. Weil dieser Name unpassend scheint, wird das Tier oft auch mit seinem skandinavischen Namen Järv betitelt (auch in der Schreibweise Jerf) oder als Bärenmarder bezeichnet.

Der Vielfraß ähnelt in seinem Körperbau den Echten Mardern, wird aber deutlich größer. Er erreicht eine Kopfrumpflänge von 65 bis 105 Zentimetern und eine Schwanzlänge von 17 bis 26 Zentimetern. Mit einem Gewicht von bis zu 32 Kilogramm werden Männchen deutlich schwerer als Weibchen, die bis zu 20 Kilogramm erreichen können.

Die Experten Dick Mol und Wilrie van Logchem gehören zu einem Autorenteam, das 2007 und 2008 einen Prachtband über Säbelzahnkatzen veröffentlichte, der eines der besten Bücher ist, die jemals über solche Raubkatzen veröffentlicht wurden.

MolVielfrassUnterkiefer

Vielfraß-Unterkiefer aus der Nordsee. Foto: Hans Wildschut, Hoofddorp

Donnerstag, 19. März 2009

Einblicke ins Taschenbuch "Der Ur-Rhein"

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Leseprobe aus dem Taschenbuch "Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst

Bestellungen bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8105517/ernst_probst_der_ur_rhein_3640248015.html

Einblicke ins Taschenbuch "Höhlenlöwen"

Hoehlenloewe1-30

Leseprobe aus dem Taschenbuch "Höhlenlöwen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst

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Bestellungen des Taschenbuches „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8217632/ernst_probst_hoehlenloewen_3640272633.html

Bestellungen des E-Books „Höhlenlöwen“ bei:
http://www.grin.com/tag/document/eiszeitloewen